FT 14.1.2016

Kronacher wollen beim Afrikafest Verständnis wecken

Am 23. und 24. Juli findet das 5. Kronacher Afrikafest statt. Im Vorfeld gibt es heuer eine vielseitige Veranstaltungsreihe zum Thema Integration und Toleranz.
Jede Menge Musik wird es auch beim fünften Afrikafest in Kronach geben. Unser Bild entstand im Vorjahr. Foto: Archiv/Heike Schülein
 
von HEIKE SCHÜLEIN
Ein Riesenerfolg war im Sommer 2012 die Premiere des Kronacher Afrikafests auf dem Gelände des Jugend- und Kulturtreffs "Struwwelpeter". Auch die drei Fortsetzungen liefen prima, und so ist das Organisationsteam derzeit mit den Vorbereitungen für die fünfte Auflage beschäftigt. Angesichts der derzeitigen Flüchtlingssituation soll das Afrikafest in einem größeren Rahmen gefeiert werden.

"Über das Jahr verteilt werden wir im Vorfeld Veranstaltungen zum Thema Integration anbieten", erläuterte "Struwwelpeter"-Mitarbeiterin Natascha Christmann bei einem Vorbereitungstreffen.


Hoffen auf Fördermittel


Mit der Veranstaltungsreihe wolle der Arbeitskreis, dem Mitglieder des Jugendzentrums, der Migrationsberatung des Diakonischen Werkes und viele ehrenamtlich Engagierte aus Kronach angehören, einen Beitrag für eine interkulturelle Öffnung der Gesellschaft leisten. Dafür will man auch Fördermittel aus dem Programm "Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend beantragen.

Den Veranstaltern liegen neben Spaß und Fröhlichkeit vor allem der kulturelle Austausch und die Förderung von Verständnis und Toleranz am Herzen. Mit dem Projekt will man sich für ein friedvolles, menschenwürdiges und von gegenseitiger Achtung getragenes Zusammenleben aller hier lebenden Flüchtlinge mit ihren unterschiedlichen Kulturen einsetzen. Die ersten Veranstaltungen fanden bereits statt, beispielsweise auch ein großer Trommeltag auf der Festung Rosenberg im vergangenen Jahr. Weitere Aktionen und Projekte sollen folgen - an Schulen im Landkreis sowie insbesondere mit Asylbewerbern.

Den Abschluss des Projekts wird das Afrikafest unter dem Motto "Afrika hautnah erleben" auf dem Gelände des Jugendzentrums bilden. Der Höhepunkt für alle Fans des Schwarzen Kontinents findet heuer erstmals an zwei Tagen statt: am Samstag, 23. Juli, von 12 bis etwa 22.30 Uhr, sowie am Sonntag, 24. Juli, von 11 bis 19 Uhr.


Programm ist in Arbeit


"Das genaue Programm ist derzeit noch in Arbeit. Aber natürlich wird es wieder auf dem Gelände vor dem Jugendtreff und in der Scheune ein afrikanisches Kulturfest werden mit verschiedenen Tanz- und Trommel-Workshops, Spezialitäten der afrikanischen Küche und natürlich viel Musik", rührt das Organisationsteam schon mal die Werbetrommel.

Dabei werden auch die Teilnehmer der vorausgegangenen Workshops an den Schulen zeigen, was sie gelernt haben. Am Sonntag ist auch wieder ein ökumenischer Gottesdienst geplant, bei entsprechendem Wetter unter freiem Himmel. Auf einem bunten Basar werden typisch afrikanische Gerichte und Produkte feilgeboten. Außerdem können sich die Gäste über verschiedene Hilfsprojekte informieren. Weiterer Höhepunkt ist eine Modenschau, die, organisiert von der Tänzerin Ramata Conde aus Guinea, an beiden Tagen zu sehen sein wird. Afrikanerinnen werden dabei landestypische Kleidungsstücke vorführen.


Lokalmatadoren freuen sich


Krönender Abschluss des Fests sind erneut die Musikdarbietungen, insbesondere das gemeinsame Konzert am Samstagabend mit namhaften Künstlern aus Afrika und den Lokalmatadoren "Kummazamm" und "Djembetreff".

"Das Konzert ist ein echtes Highlight mit tollen Künstlern, die woanders Hunderte von Menschen anziehen", freut sich Adam Michnik von "Djembetreff". Dies sei aber teilweise in den Köpfen der Bevölkerung noch nicht ganz angekommen. Erstmals sollen heuer zusätzlich kleinere Bühnen für spontane Sessions und ein Kinderprogramm aufgebaut werden.

Wichtig ist es dem Team, dass das Fest auch diejenigen besuchen können, die nicht so viel Geld zur Verfügung haben.

Zu den Aktionen im Vorfeld zählt wiederum - voraussichtlich im März - ein Mal-Workshop des ugandischen Künstlers Samuel Wandira mit Jungen und Mädchen der Montessori-Schule und den in Mitwitz untergebrachten Flüchtlingen. Ein Bild soll das Plakat zieren.


Viele Workshops im Vorfeld


Lisa Rebhan von "Kummazamm" wird an Schulen Tanzworkshops halten, während Adam Michnik Schülern verschiedener Jahrgangsstufen erste Schritte afrikanischer Trommelkunst vermitteln will. Auch gemeinsame Koch-Workshops sind im Angebot. Evi Scheler möchte mit Kindern Buttons mit afrikanischen Motiven bemalen, Ulrike Bernhard Stelen anfertigen.

"Die Migrationsfachberatung wird den Schülern an der Grundschule Kronach fremde Kulturen näherbringen", kündigte Gerd Weickert an. Zusätzlich sei eine größere Veranstaltung zum Thema Flucht geplant. Die genauen Termine sollen in der kommenden Woche abgestimmt werden. Ein Termin steht jedoch schon fest. Auf Initiative und Wunsch der in Mitwitz untergebrachten jugendlichen Flüchtlinge wird am 19. Februar von 19 bis 22.30 Uhr im "Struwwelpeter" eine Afro-Disco mit afrikanischer DJ-Musik stattfinden. Eingeladen sind alle, die Lust auf Musik und Tanz haben. Ein Shuttle-Service soll dafür sorgen, dass auch Flüchtlinge teilnehmen können, die sonst nicht die Möglichkeit dazu hätten.


Für jede weitere Idee dankbar


Sehr freuen würde sich das Organisationsteam, wenn sich weitere Interessierte, seien es Kindergärten, Schulen, Vereine oder Privatleute, für die Bereicherung der Veranstaltungsreihe fänden. "Wir sind für jede Idee und Mitwirkung sehr dankbar. Jeder, der bei uns mitmachen will, ist uns herzlich willkommen", so die Mitglieder. Interessenten können sich im "Struwwelpeter" melden.

Weitere Infos gibt es im Internet unter www.afrikafest-kronach.jimdo.com.

 

 

 

 

Neue Presse 24.07.2014

Den Zauber Afrikas genießen

Am Samstag steigt die dritte Auflage des Afrikafestes in Kronach. Das Programm verspricht beste Unterhaltung.

 

Kronach - Ein Sprichwort der Suaheli lautet: "Es ist besser Brücken zu bauen, statt Mauern." Diesen Vorsatz haben sich die Veranstalter des Kronacher Afrikafestes auf die Fahnen geschrieben. Zum dritten Mal laden sie am Samstag, 26. Juli, alle Afrika-Begeisterten und Neugierigen auf das Gelände des Kronacher Jugend- und Kulturtreffs Struwwelpeter in die Rodacher Straße ein. Für einen Tag öffnet sich hier von 10.30 Uhr an eine Tür zu jenem aufregenden "schwarzen Kontinent", der seit eh und je Menschen aus der ganzen Welt in seinen Bann zieht. In Kronach lässt sich "Afrika hautnah erleben" - mit energiegeladenen Musikdarbietungen internationaler und regionaler Künstler, kostenlosen Workshops, einem lebhaften Basar und einer Atmosphäre, die in der Region ihresgleichen sucht. Der Eintritt ist frei.

 

Das 3. Kronacher Afrikafest startet um 10.30 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst. Dieser findet im Saal im Obergeschoss des "Struwwel" statt. Das eigentliche Geschehen spielt sich jedoch auf dem Gelände vor dem Jugend- und Kulturtreff beziehungsweise in der angeschlossenen Scheune ab. Von 12 Uhr an bietet sich Besuchern hier die Gelegenheit, Afrika mit allen Sinnen zu erfahren. Auf einem bunten Basar werden typisch afrikanische Gerichte und Produkte feilgeboten. Außerdem können sich die Gäste über verschiedene Hilfsprojekte informieren. So wird beispielsweise ein Brunnenbau-Projekt in Benin vorgestellt.

 

Den Höhepunkt des Festes bilden erneut die Musikdarbietungen namhafter Künstler aus Afrika und der Region. Von Anfang an mit dabei sind die Lokalmatadoren der afrikanischen Musikszene: die Kronacher Gruppe "Kummazamm". Sie begeistern deutschlandweit auf Afrika-Festivals mit ihrer unvergleichlichen Spielfreude, lebendigen Rhythmen und energetischem Gesang und Tanz.

 

Trommler aus Leidenschaft ist auch der Senegalese Mohamadou Alpha Ba. Schon als zehnjähriger Junge ließ er seine Hände mit Begeisterung über die Djembe fliegen. Heute ist er über 50 und noch immer mit Übereifer dabei. Dem einen oder anderen ist Alpha Ba vielleicht noch vom vorjährigen Afrikafest in Erinnerung geblieben. In diesem Jahr wird er die Bühne mit Adam Michnik vom "Djembetreff" teilen.

 

Ebenfalls aus dem Senegal stammt Aïdara Seck. Geboren in der Hauptstadt Dakar, sog der Sänger und Percussionist die traditionellen Rhythmen seines Landes quasi mit der Muttermilch auf. "Ich habe erst getrommelt, und dann laufen gelernt", scherzt er. Das musikalische Highlight des Abends ist das große Abschlusskonzert um 20 Uhr. Dann treten Aïdara Seck, Alpha Ba und "Kummazamm" noch einmal gemeinsam auf die Bühne, um einem ereignisreichen Tag einen gebührenden Abschluss zu schenken.

 

Förderung von Verständnis und Toleranz

Das Kronacher Afrikafest fand erstmals 2012 statt. Von Anfang an lockte es mehr als 1000 Besucher nach Kronach. Organisiert wird das Fest von Mitarbeitern des Jugendzentrums Struwwelpeter, der Migrationsberatung des Diakonischen Werkes Kronach/Ludwigsstadt-Michelau, zahlreichen Ehrenamtlichen aus der Musik- und Tanzszene sowie in diesem Jahr auch verstärkt von engagierten Menschen aus dem Kirchenbereich. Ziel der Veranstalter ist es nicht nur, ein fröhliches Beisammensein zu gestalten. Vor allem der kulturelle Austausch und die Förderung von Verständnis und Toleranz liegen ihnen am Herzen. Aus diesem Grund finden jedes Jahr bereits im Vorfeld des Afrikafestes verschiedene Projekte an Schulen im Landkreis statt, die teilweise von Asylsuchenden aus Kronach mitgestaltet werden.

 

 

 

Fränkischer Tag 11.7.2014

Noeline Asike Mills malt die Schönheit ihrer Heimat Eine kleine Reise in eine andere Welt erlebten die Gäste der Vernissage im Kronacher Café Lorla.

Noeline Asike Mills (links) erklärt Stefanie Kraus das Thema der Ausstellung. Foto: Mariell Dörrschmidt

 

 
 
 
  Eröffnet wurde die Kunstausstellung mit afrikanischenTrommelklängen und Tänzen der Gruppe "Kummazamm". In gelungener Atmosphäre folgten die Besucher dem Rhythmus der Musik und nahmen sich Zeit, die vielen farbkräftigen, konkreten bis abstrakten Bilder zu betrachten und lernten sie zu verstehen. Zudem ist die Ausstellung ein Vorgeschmack auf das kommende Afrikafest des Jugend- und Kulturtreffs Struwwelpeter in Kronach.


Begabung früh entdeckt

Ihre Begabung und Faszination für Farbe und Gestaltung entdeckte Noeline Asike Mills schon in ihrer frühesten Kindheit, weshalb sie auch ihre Leidenschaft zum Beruf machte und 1998 ein Kunststudium begann. Seit 2004 ist sie nun in Bayern und möchte mit ihren Bildern die Schönheit, Geschichte und Lebensstil ihrer Heimat Afrika vermitteln.

Für ihre Ausstellung wählte die afrikanische Künstlerin den Titel "Die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft". Noeline Asike Mills erklärt: "Das Thema betrifft jeden von uns. Man plant für die Zukunft - ohne zu wissen, ob es klappt. Unsere Zukunft ist wie unsere Vergangenheit."

Lebensabschnitte vereint

In ihrem Lieblingsbild und somit auch dem Titelbild der Ausstellung vereint sie alle Lebensabschnitte und ermutigt den Betrachter nie aufzugeben: Im Hintergrund symbolisiert die grüne Farbe Hoffnung, die aufgehende Sonne positive Energie. Davor ist eine Gebirgslandschaft zu sehen, die für das Auf und Ab im Leben steht. Vor dem Gebirge befinden sich Bäume, welche dem Bild Geborgenheit, Ruhe und Entspannung verleihen. Auch Beine sind zu erkennen, die das Unterwegssein im Leben und das Laufen durch die Zeit verbildlichen. "Wir fallen hin und stehen wieder auf. Manchmal ist es so anstrengend und manchmal so schön, dass wir für immer weiter leben möchten", beschreibt die Malerin.

Charakteristisch für ihre Bilder sind die leuchtenden Farben, der Sinn für eine besondere Aussagekraft und die Verbindung zu Afrika. Außerdem zeigt sie Bilder, auf denen afrikanische Sprüche integriert wurden.

Fränkischer Tag

Montag, 23. Juni 2014

Fränkischer Tag Montag, 12. Mai 2014